Birgit Holtzmann

Augenoptik mit Herz & Seele

Kontaktlinsen

Es gibt eine ganze Reihe von Kontaktlinsenarten. Sie werden einerseits nach ihrer Bauart und ihrem Material (z.B. "weiche" und "harte" Linsen) unterteilt, andererseits nach Ihrer Funktionalität. Am wichtigsten sind die sog. "sphärischen" Linsen zur Korrektur einfacher Kurz- oder Weitsichtigkeit und die sog. "thorischen" Linsen, die auch die Hornhautverkrümmung korrigieren. All diese Arten passe ich Ihnen gern an.

Darüberhinaus gibt es noch viele andere Linsen, die aber in der Regel vor ihrer Anpassung eine aufwändigere Anamnese und Untersuchung erfordern. Erst dann kann ich entscheiden, ob diese Linsen für Sie nützlich sind und ich Ihnen helfen kann. Exemplarisch sind hier Multifokallinsen als Alternative zur Gleitsichtbrille und Linsen mit prismatischer Korrektur zu nennen.

Neben Linsen, die die Sehleistung verbessern gibt es auch noch kosmetische Linsen und die Kombination beider Arten.

Weiche Kontaktlinsen

Die heutzutage am häufigsten verkauften Linsen sind sogenannte "weiche" Kontaktlinsen. Es gibt sie als Tages-, 2 Wochen- und Monatslinsen sowie auch für das längerfristige Tragen (6 Monate/12 Monate). Alle Linsen werden üblicherweise nachts herausgenommen, also nur am Tage getragen. Einige Typen (z.B. im 2 Wochen Bereich) können auch nachts im Auge bleiben. Sie dürfen dann aber nur die halbe Zeit getragen werden. Dies kann z.B. bei Behinderten, die die Linsen sicht selbst einsetzen können, sinnvoll sein.

Die Linsen müssen nachts aus den Augen, weil sonst die Sauerstoffversorgung des Auges leidet und das Risiko der Verkeimung besteht. Darum kommen sie nachts auch in einen Behälter mit Pflege-/Reinigungsflüssigkeit. Weil diese Prozedur bei Tageslinsen entfällt, ist dieser Typ am beliebtesten.

"Harte" Kontaktlinsen

Die Vorteile: Formstabile Kontaktlinsen, auch harte Kontaktlinsen genannt, können im Gegensatz zu weichen Linsen sehr genau hergestellt werden. Sie bestehen aus Kunststoff und sind 8 bis 10 mm vergleichsweise klein. Die Korrektur der Sehschärfe ist exakter. Zudem kann mit formstabilen Linsen auch eine Hornhautverkrümmung ausgeglichen werden, was bei weichen Linsen nur bedingt der Fall ist.

Formstabile Linsen haben eine höhere Sauerstoffdurchlässigkeit. Dadurch ist die Versorgung der Hornhaut des Auges besser, und die harte Linse kann im Prinzip länger und häufiger getragen werden. Im Übrigen ist die Pflege und Reinigung der formstabilen Linsen einfacher. 

Nachteile:  Der Tragekomfort ist am Anfang schlechter. In den meisten Fällen gewöhnt man sich jedoch schnell  an die Kontaktlinsen. Formstabile Linsen fallen etwas schneller aus dem Auge heraus, insbesondere bei heftigen Bewegungen (z. B. beim Sport).

Fazit: Formstabile Kontaktlinsen sind vor allem für Personen geeignet, die die Linsen oft und lange tragen wollen und den Anspruch optimaler Sehschärfe haben. Bei bestimmten Berufen (z.b. Köchen) sind Kontaktlinsen für Menschen mit Fehlsichtigkeit unentbehrlich, z.B. weil sie nicht beschlagen.